Lesung aus Die männliche Unreife des Todes
bei >QUEER gelesen< am 23. April 2017

Die Novellen aus Die männliche Unreife des Todes provozieren. Ein Leser fühlt sich z.B. bei Max an Themen aus Thomas Manns >Tod in Venedig< erinnert, oder an Texte von Hans Henny Jahnn. Ich werde oft gefragt, wer am Ende von Villa Sonnentau unerwarteter Weise auftaucht? Um wen geht es eigentlich in Bericht in eigener Sache? Manche Leser finden gar keinen Zugang zu meinen >Grenzgängern<, die oft von realen Personen oder Ereignissen inspiriert wurden. Der Tod spielt in allen Texten eine Rolle, aber er bedeutet nicht unbedingt ein physisches Lebensende, sondern ist nur eine Wunschvorstellung, eine Projektion, vielleicht, weil etwas dabei ist, sich radikal in uns zu verändern. Sterben wir im Laufe des Lebens nicht viele Tode, um neu zu erstehen?

 

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